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Labelübergabe «Energiestadt»



Ende November 2009 hat Maienfeld offiziell das Label «Energiestadt» erhalten. Ein wichtiger Anlass für eine Gemeinde, die sich einer effizienten Energiepolitik verschrieben hat.

Das Label funktioniert über ein Punktesystem. Erreicht eine Gemeinde die Hälfte aller möglichen Punkte, erhält sie die Auszeichnung. Ab Mitte des Jahres 2008 hat die Projektgruppe Energiestadt bereits vorhandene Massnahmen in Maienfeld zusammengetragen und bewertet. Einerseits haben Massnahmen der Stadt wie zum Beispiel die Holzschnitzelheizung, das Trinkwasser-Kraftwerk und die Sanierung des Schulhauses Punkte eingebracht, andererseits ist aber auch die Initiative der Bevölkerung dafür verantwortlich, dass Maienfeld die erforderlichen 50 Prozent erreicht hat. Jeder Quadratmeter Sonnenkollektoren punktete und besonders nennenswert sind Beispiele wie die Grundwasserversorgungs-Genossenschaft (GVG), welche von Privatpersonen gegründet wurde und dank der in Maienfeld zahlreiche Haushalte mit erneuerbarer Energie beheizt werden (siehe Seite 8).

«Der Natur verpflichtet»

Max Leuener, Stadtpräsident von Maienfeld, begrüsste bei der Labelübergabe die rund hundert Interessierten in der Mehrzweckhalle Lust. Experten in Energiefragen, Roland Rebsamen, Geschäftsführer der TFC Engineering, und Kurt Egger, Leiter Energieschweiz, referierten zum Thema «Energiesparen – Möglichkeiten und Visionen» und über die Entstehung und das Ziel des Labels Energiestadt. Max Leuener konnte das Label von dem in Maienfeld wohnhaften Regierungspräsidenten Hansjörg Trachsel entgegennehmen und in seinen Schlussworten wurde deutlich, dass es ihm persönlich ein Anliegen ist, dass der Slogan «Maienfeld– der Natur verpflichtet» in unserer Stadt auch umgesetzt wird. Im Anschluss konnten sich die Besucher bei der Ausstellung der Schulen Maienfeld ein Bild davon machen, wie die Themen Energie, Nutzung von Ressourcen und Klimawandel im Unterricht behandelt werden und den Abend beim feinen Buffet der Landfrauen ausklingen lassen.

Mit dem Erhalt des Labels ist es aber nicht getan, in vier Jahren folgt die Zertifizierung. Bei dieser wird geprüft, welche weiteren Massnahmen Maienfeld getroffen hat. Die Kommission «Pro Energiestadt» mit Heinz Dürler, Luzi Nett, Max Bonderer und Ladina Eggenberger, unter der Leitung des Präsidenten Johannes Boner, hat die Arbeit mit dem Ziel, Maienfeld energiepolitisch vorwärtszubringen, aufgenommen. Haben Sie selbst Vorschläge, welche die Stadt ihrem Ziel näher bringen? Wenden Sie sich an die Kommissionsmitglieder, sie freuen sich auf Ihre Ideen. Oder wollen Sie Ihren eigenen Haushalt ökologisch optimieren? Besuchen Sie die Seite und starten Sie noch heute, denn: «Maienfeld – der Natur verpflichtet».

Ladina Eggenberger, Johannes Boner

 
 

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