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Gesamtsanierung Öffentliche Beleuchtung Maienfeld



Gesamtsanierung Öffentliche Beleuchtung Maienfeld (ÖBM)

 

Bestandesaufnahme
Aufnahmen vor Ort im Juni und August 2011 haben aufgezeigt, dass das Beleuchtungsniveau der Stadt Maienfeld zwar hoch, aber von niedriger Qualität ist. Obwohl die wenigsten Strassen normkonform ausgeleuchtet sind, liegt der gesamte Stromverbrauch über dem vorgegebenen Grenzwert der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (Maienfeld liegt über 50% über den empfohlenen 8 kWh pro beleuchtetem Meter Strasse pro Jahr).
Einige Konfliktstellen im Stadtgebiet, zum Beispiel unübersichtliche Kreuzungen, sind derart mangelhaft ausgeleuchtet, dass Sofortmassnahmen getroffen werden müssen.
Zudem werden die in der Stadt Maienfeld grösstenteils eingesetzten ineffizienten Quecksilberdampf-Lampen aufgrund des mit den ErP-Richtlinien ( www.erp-richtlinie.at ) zusammenhängenden Verbotes (2015) vom Markt verschwinden. Die alternativ einsetzbaren Natriumdampf-Austauschlampen (Plug-In-Lampen), welche ohne bauliche Anpassungen in den alten Leuchten betrieben werden können, gelten ab dem Jahr 2015 ebenfalls als verboten. Somit wird die Ersatzteilversorgung bereits in naher Zukunft nicht mehr gewährleistet sein.

 

Stand Gesamtsanierungskonzept
Das Konzept für die Gesamtsanierung der ÖBM unter der Leitung von Max Bonderer in Zusammenarbeit mit der Firma Brüniger Chur liegt vor.
Der Stadtrat hat an seiner Sitzung vom 19. September beschlossen, das Gesamtsanierungskonzept für die kommenden sechs Jahre in die Finanzplanung der Stadt Maienfeld aufzunehmen und die Sofortmassnahmen umzusetzen.

 

Nachtabschaltung
Basierend auf den Rückmeldungen aus der Bevölkerung nach der Versuchsphase im letzten Winter hat der Stadtrat dem Antrag der Kommission Energiestadt für eine Nachtabschaltung der öffentlichen Beleuchtung ab dem 1. November 2011 von 1.00 bis 5.00 auf dem gesamten Stadtgebiet zugestimmt. Diese Massnahme hat zur Folge, dass der Stromverbrauch um rund 25% gesenkt wird und bis zu Fr. 8000.00 pro Jahr eingespart werden.
Bei Anlässen in der MZH Lust wird die Beleuchtung rund um die Halle nicht ausgeschaltet.  
Die Leuchten zu dimmen ist in Maienfeld erst möglich, wenn die Leuchten saniert und mit Dimmeinrichtung versehen sind. Die Steuerung der Dimmer macht hohe Investitionen in das Leitungsnetz notwendig, welche nicht kurzfristig realisierbar sind.

 

Zukunft
Die Sanierung erfolgt nun in mehreren Etappen. In naher Zukunft wird das Bauamt die Sofortmassnahmen ausführen. Neuralgische Punkte wie Fussgängerstreifen werden korrekt ausgeleuchtet.
In den nächsten drei Jahren werden zudem im Rahmen des Unterhalts beinahe 180 Quecksilberdampf-Lampen durch Natrium-Hochdrucklampen ersetzt. Weiter werden an der Steigstrasse und in der Industrie   zwei LED-Teststrecken in Betrieb genommen.   Da im Bereich der öffentlichen Beleuchtung, insbesondere bei LED-Leuchten, auch in Zukunft markante technologische Fortschritte erwartet werden, wird die Kommission Pro Energiestadt nach der Umsetzung der ersten Etappen die Details zu den restlichen Sanierungsarbeiten neu beurteilen und dem Stadtrat einen entsprechenden Antrag zur Realisierung stellen. Bezogen auf den Verbrauch von heute, rechnet die Kommission nach Abschluss der Gesamtsanierung ÖBM mit einer Energieeinsparung von total mindestens 50%.                                                                                                                                                          Kommission Energiestadt

 

Interessante Links
http://www.rp-press.com/uploads/tx_cwtpresscenter/EU_Beleuchtung_fuer_tertiaeren_Bereich.pdf
http://www.elektron.ch/uploads/media/2011_ET-Licht_Abschalten-OEB.pdf
http://www.eup-richtlinie.at/

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